Multikulturalität in Konstanz – Eine Statistik

Konstanz als neue Heimat?

Auf der Homepage der Stadt Konstanz lassen sich einige Angaben zur Multikulturalität ausfindig machen. Hier wird in den Vordergrund gerückt, dass Konstanz nicht nur ein Hochschulstandort ist, sondern vor allem auch eine Stadt, die sich durch eine ausgeprägten Tourismus kennzeichnet. Zahlreiche Urlaubsgäste haben sich im Laufe der Jahre dafür entschieden, der schönen Stadt am Bodensee nicht nur vorübergehend einen Besuch abzustatten, sondern sie zu ihrer neuen Heimat zu machen. Die folgende Statistik soll eine Entwicklung der Tourismuszahlen, Städtepartnerschaften, die Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeit, sowie den Anteil ausländischer Studierender an der Gesamtanzahl der Studierenden aufzeigen. Zudem werden zahlreiche interkulturelle Vereine und Angebote der Stadt Konstanz präsentiert.

1. Städtepartnerschaften

Seit über 50 Jahren ist die Städtepartnerschaft ein wichtiger Bestandteil der internationalen Politik in Konstanz. Mit Stolz steht die Stadt hinter ihren 5 Partnerschaften mit folgenden Städten: Fontainebleau (Frankreich) seit 1960, Richmond (Großbritannien) seit 1983, Tábor (Tschechien) seit 1984, Lodi (Italien) seit 1986 und Suzhou (China) seit 2007.

2. Übernachtungen

Die Tourismuszahlen der Stadt Konstanz sind von 1,04 Millionen Übernachtungenaus dem Jahr 2017 auf 1,06 Millionen im Jahr 2018 gestiegen. Diese Zahl setzt sich 2017 aus 895.864 Übernachtungen in gewerblichen Betrieben und 142.000 in privaten Unterkünften zusammen. 2018 betragen diese Zahlen 927.174 und 135.000.

3. Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland

Im Jahr 2018 verzeichnet die Stadt Konstanz 201.824 Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland. Dabei belegt die Schweiz mit 82.487 Übernachtungen den ersten Platz, gefolgt von Österreich mit 14.020 und Frankreich mit 13.811 Übernachtungen. Den 4. Und 5. Platz nehmen das Vereinigte Königreich mit 11.168 und Italien mit 9.786 Übernachtungen ein.

4. Zahlen der Ausländer:innen in der Gesamtbevölkerung

Bei einem Bevölkerungsanstieg von 3.633 Personen von 2013 bis 2018, steigen ebenfalls die Zahlen der Ausländer_innen in der Gesamtbevölkerung um 2.818 Einwohner_innen. Hier wird ein größerer Anstieg verzeichnet, als bei der Zahl der Deutschen, welche in diesem Zeitraum um nur 815 angestiegen ist. In Prozent ausgedrückt, steigt die Anzahl der Ausländer_innen an der Wohnbevölkerung so von 12,9 % auf 15,6%. Den größten Teil machen dabei mit 6.562 ihm Jahr 2018 Einwohner_innen aus EU-Staaten exklusive Deutschland aus. Aufgeführt werden die Beispiele Italien und Kroatien mit 1.765 und 1.032. Bei Einwohner_innen aus Europa, ausgenommen der EU beträgt die Zahl 3.376. Als Beispiele werden die Türkei und Russland mit den Werten 1.025 und 290 genannt.

5. Anzahl der Studierenden

Die Anzahl der Studierenden an der Universität Konstanz ist zwischen den Wintersemestern 2014/15 und 2019/20 von 11.711 auf 11.163 gesunken, während ein Anstieg der ausländischen Studierenden von 1.374 auf 1.439 verzeichnet wird. Bei der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung (HTWG) kehren sich diese Angaben um. Während die Anzahl der Studierenden von 4.812 auf 4.831 gestiegen ist, ist die Anzahl der ausländischen Studierenden von 475 auf 428 gesunken.

6. Interkulturelle Vereine

Eine Liste vom 23.7.2020 führt 61 interkulturelle Vereine in der Stadt Konstanz auf. Darunter den „African Club Konstanz e.V“, den „Amnesty International Ortsverband Konstanz“, „Club Muse“, einen russischen Kulturverein oder das Café Mondial, welches laut eigenen Angaben ein Ort darstellen soll, der alteingessesene und neu angekommene Konstanzer_innen zusammenbringen will. Einen Raum, in dem Menschen sich kennenlernen, Spaß haben, Erfahrungen sammeln und sich austauschen können.“ Ziel der unterschiedlichen Vereine ist ein intensiver, interkultureller Austausch.

Konstanz ist und bleibt eine Stadt, welche vom Tourismus geprägt wird.

Es lässt sich folgendes festhalten: Konstanz ist und bleibt eine Stadt, welche vom Tourismus geprägt wird. Nicht umsonst werben vielerlei Internetseiten mit dem Slogan „Studieren, wo andere Urlaub machen“. Die Lage am Bodensee, der Status als Zentrum einer Vierländerregion, die historische Innenstadt sowie ein breites kulturelles Angebot, scheinen für viele Besucher_innen sogar so attraktiv zu sein, dass sie sich dafür entscheiden aus der Stadt eine neue Heimat zu machen. So wächst schließlich die Multikulturalität der Stadt immer weiter.

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