Vertauschte Rollen: Portrait des Campuls-Ehemaligen Manuel Fleig

Um herauszufinden, was aus ehemaligen Campuls-Mitgliedern geworden ist, hat es sich die Redaktion zur Aufgabe gemacht, ihre Vorgänger:innen ausfindig zu machen und Interviews mit ihnen zu führen. Diesmal spricht unsere Redakteurin Antonia mit Manuel Fleig, der über lange Jahre hinweg an der Studierendenzeitschrift mitgewirkt und dort bei allen, die ihn kannten, einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat.

Die verschiedenen Arbeitsschritte, die zur Produktion einer Zeitung nötig sind, werden normalerweise strikt getrennt. Es gibt unter anderem Redakteur:innen, die die Texte schreiben, Fotograf:innen, die das Geschriebene mit Bildmaterial unterstützen, und schlussendlich Layouter:innen die beide Komponenten zusammenfügen und gestalterisch aufarbeiten. Manuel Fleig, heute Art Director bei der Agentur „Teufels“ in Rottweil, kann Erfahrungen in mehr als nur einem dieser Produktionsbereiche vorweisen. Anfangs für das Layout verantwortlich, übernahm er in seiner Schaffenszeit bei der Campuls bald auch Fotografie-Aufträge. Genau aus diesem Grund war es besonders interessant, mit ihm über seine Arbeit bei der Studierendenzeitung und seinen beruflichen Werdegang zu sprechen.

Fleig beschloss schon verhältnismäßig früh, eine Karriere im Webdesign einzuschlagen und begab sich nach dem Abschluss seiner Webdesign-Ausbildung bei „Teufels“ auf direktem Weg nach Konstanz, um dort an der HTWG Kommunikationsdesign zu studieren. Dass er es schaffte, bei der Campuls zwei Aufgabenbereiche unter einen Hut zu bringen, lässt sich durch seinen Erfahrungsschatz und seine Begeisterung für beide Sparten erklären. Sein Studium und die freie und kreative Arbeit bei der Zeitung sei eine der erlebnisreichsten Zeiten seines Lebens gewesen, erzählt Fleig.

Besonders das Fotografieren habe ihn an Orte geführt und ihn mit Menschen bekannt gemacht, die er sonst nie kennengelernt hätte.

Da sei zum Bespiel ein Artikel über einen Fastnachtsumzug gewesen, der nachts und bei strömendem Regen abgelichtet werden musste, der aber die zwei Wochen, die er danach mit Erkältung im Bett verbrachte, absolut wert war. Oder ein WG-Kontest, für den er in der größten Sommerhitze den ganzen Tag lang Seezeit-Wohnheime abklapperte, um herauszufinden, welche Wohnung die schönste ist. Besonders in Coronazeiten klingen solche Erlebnisse nach einer Studienzeit, wie man sie sich nicht besser vorstellen kann.

Deshalb rät Fleig auch dazu, die Freiheiten, die das Studium mit sich bringt, so lange es geht auszukosten (wenn das wieder möglich ist).

Sich kreativ auszuleben und Neues auszuprobieren, das sei nirgendwo so gut machbar gewesen, wie bei der Campuls. Gerade bei einem Studium wie Kommunikationsdesign sei es wichtig für die eigene Entwicklung, nicht nur unveröffentlichte Trockenübungen in der eigenen Komfortzone zu absolvieren, sondern sein Können auch nach außen hin zu zeigen.

Mittlerweile arbeitet Fleig als Art Director. Hier ein Ausschnitt seiner eigenen Website: manuelfleig.com.

Von dem großen Schatz an Erfahrungen, den Fleig über die Jahre bei der Campuls angesammelt hat, kann man sich zum Beispiel über seine Webseite „www.manuelfleig.com“ inspirieren lassen. Hier sind nicht nur die Layouts und Fotos für die Campuls oder das in Konstanz und Kreuzlingen ansässige NUN-Magazin, sondern auch die Online-Bibliothek für Fotografiegeschichte zu finden. Diese hat er für seine Bachelorthesis an der HTWG erstellt und soll nun auch als Lehrmaterial für das Grundstudium Kommunikationsdesign genutzt werden. Auf die Frage, was er seinen Nachfolger:innen mit auf dem Weg geben würde, sagt er:

„Ein kreatives Outlet ohne große Einschränkungen zur Verfügung zu haben, ist eine einmalige Chance, die nicht so schnell wiederkommt – macht das Beste daraus!“

Manuel Fleig
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