Mann im Bett mit Laptop

Alexa, welche Zoom-Meetings stehen heute an? Über den Start ins zweite Online-Semester

In der Schule wurde uns immer gesagt, die Nutzung von technischen Geräten sei strengstens verboten. In Zeiten von Corona kehrt sich diese Aufforderung nun um. So lautet es strengstens: Schalten Sie bitte alle ihre technischen Geräte “ein”! Doch nicht nur das, auch Webcam und Mikrofon müssen einwandfrei funktionieren. Ein großer Bestandteil der Vorbereitung auf das zweite Online-Semester liegt somit darin, für eine bestehende Internetverbindung zu sorgen, denn Uni ist da, wo das WLAN funktioniert.

Uni ist da, wo das WLAN funktioniert.

In der Nacht zum 2. November hieß es so für alle Studierenden: Laptops aufladen, WLAN Router noch einmal provisorisch aus-, und wieder einschalten und hoffen, dass am nächsten Morgen alles glatt läuft. Was die Technik anbelangt, haben wir vermutlich alle aus dem letzten Semester schon viel gelernt, sodass wir zumindest in dieser Hinsicht vor keine allzu großen Herausforderungen gestellt werden sollten.

Eine große Tücke bei Zoom-Meetings: Sich selbst mit dem Smartphone ablenken…

Besser mal die Türe abschließen

Doch nicht nur die technischen Bedingungen müssen vorher geklärt werden, auch ein angenehm eingerichteter Arbeitsplatz ist von Vorteil, um erfolgreich am Online-Unterricht teilnehmen zu können. Meine Empfehlung an der Stelle lautet: Immer die Tür abschließen, denn wenn man nicht alleine wohnt, kann man sich nie sicher sein, wer vielleicht mal ohne zu klopfen das Zimmer betritt und anschließend fasziniert in die Kamera blickt, während man gerade an einem Zoom-Meeting teilnimmt.

Ein anderer Tipp: Nehmt euch ausreichend Zeit vor den Meetings, um euch vorzubereiten. Währenddessen festzustellen, dass das Internet hakt oder das Mikrofon nicht funktioniert, kann auch schnell mal unangenehm werden. Aber nicht verzagen! Auch die Professor_innen wissen sich manchmal nicht zu helfen. Nicht auf alle Situationen kann man sich vorbereiten und das ist auch nicht schlimm, im Gegenteil: Die Momente, in denen man scheitert, können die Situation auflockern und so zaubert man seinen Kommiliton_innen aus der Entfernung ein Lächeln ins Gesicht.

Da wir nunmal keine Roboter sind, welche gefühllos vor ihren Computern sitzen, spielt auch die emotionale Vorbereitung eine Rolle. Für die einen ist es vielleicht von Vorteil, weiter online studieren zu können. Zum Beispiel, wenn man vorerst wieder in seine Heimat gezogen ist, um von dort am Unterricht teilzunehmen und jetzt noch mehr Zeit mit Familie und seinen Freunden vor Ort geschenkt bekommt.

Für die anderen kann es aber auch sehr traurig sein. Ohne jetzt zu emotional zu werden – aber wie verrückt ist das denn? Da ist man gerade erst von Zuhause ausgezogen, freut sich auf Partys und neue Freunde und dann kann man dem Studierendenleben – zumindest in klassischer Form – erstmal tschüss sagen. Eine Zeit, auf die man sich eventuell noch während der Schule gefreut hat.

Anstatt sich auf Partys die Seele aus dem Leib zu tanzen, sieht der Studierenalltag heute meistens so aus.

Meine Mutter hat das Leben während der Corona-Pandemie letztlich, demotivierend wie sie manchmal sein kann, mit den Worten: „Ihr werdet eurer Jugend beraubt“ beschrieben. Egal ob du zu der Fraktion gehörst, die sich über den Online-Unterricht freut oder nicht, ich denke, wir sind alle nicht wirklich gut vorbereitet auf das, was auf uns zukommt.

Das Online-Semester als Chance?

Aber wir sollten das zweite Online-Semester schließlich als Chance sehen, neuen Herausforderungen mutig entgegenzutreten und nicht aufzugeben. Passend dazu würde ich meinen Kommentar gerne mit folgendem Zitat beenden, welches ich, während einer Online-Vorlesung, mit großer Begeisterung auf Pinterest entdeckt habe: „Etwas zu tun, für das du nicht bereit bist, ist die einzige Möglichkeit, zu wachsen.“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Ähnliche Posts
Lesen

Auf eine gute Nachbarschaft! Einem Tutor über die Schulter geschaut

Wer als Studi nach Konstanz zieht, hat sich auf die eine oder andere Weise schon mit der Wohnungssuche herumschlagen müssen. Für viele sind Seezeit-Wohnanlagen die Lösung – niedrige Mieten und eine gute Lage entschädigen für die oft wechselnden Mitbewohner:innen. Auch Michael Saur wohnt in einer solchen Wohnanlage und das schon seit ungefähr sechs Jahren. Neben seinem Bachelor- und späteren Masterstudium lebt er aber nicht nur in einer der Sonnenbühlstraßen-WG’s, er ist dort auch Tutor. Was einmal als Ehrenamt begann, ist heute ein bezahlter Job beim Studierendenwerk Seezeit, den er bereits seit vier Jahren macht. Um zu erfahren, was man sich unter diesem Job vorstellen und wie man als Mieter:in davon profitieren kann, hat sich Campuls mit ihm getroffen.
Lesen

Vom Leiden der Prüfungsängstlichen

Isabelle studiert Psychologie an der Universität Konstanz und leidet unter Prüfungsangst. Mittlerweile kann sie mit Prüfungs- und Vortragssituationen wieder recht gut umgehen, das war aber nicht immer so. Serafina Strömsdörfer erklärt, was Prüfungsangst ist, woher sie kommen könnte und was man dagegen tun kann.
Lesen

Romulus der Große

„[...] ist Kultur etwas, das man retten kann?“, fragt der Weströmische Kaiser in Friedrich Dürrenmatts Tragikomödie „Romulus der Große“. Eine Frage, die durch die Aufführung des Unitheaters eine entschlossene Antwort bekommt. Von der Premiere berichtet unser Redakteur Paul Stephan.